Greeen

02. Februar 2018

Band Greeen

Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass der geneigte Leser beim ersten Anblick des

Namens GReeeN die Augen verdreht und „Noch ein Berliner Kiffer“ in die Welt

stoßseufzt.

Aber das wäre falsch.

Falsch, was den Hintergrund und die Herkunft von GReeeN angeht, falsch, was die

Bedeutung des Namens angeht und falsch, weil man konditionierungsbedingten

Vorurteilen nicht nachgeben sollte. Check your head.

Für den 27-jährigen Mannheimer Pasquale Denefleh, der sich hinter dem Pseudonym

GReeeN verbirgt, stecken viel alteingesessenere Dinge hinter der Namensgebung.

Grüne Ampeln zum Beispiel. Oder Dinge im grünen Bereich. Grün ist die Farbe der

Hoffnung, in der Lehre der Farbtherapien ist Grün die reine Beruhigung. Grün steht für

die Natur - und nein, da geht es immer noch nicht um Ott/Weed/Mary Jane, sondern

um Bäume und relativ unrauchbare Wiesen. Hippiedinge, ja, aber eben ohne den

klischeehaften Joint. Der wird nicht propagiert und nicht verdammt, er findet hier

einfach nicht wirklich statt. GReeeN geht es unter’m Strich um ein viel einfacheres

High: Das High des Seins an sich. Die Konzentration auf das Wesentliche in einer

wahnsinnig schnellen konsum- und statusorientierten Welt. Das vermittelt er dann auch

gekonnt in einer gelungenen Melange aus Reggae, Rap und Pop: Eingängige,

freundliche Melodien treffen auf positive Vibes in den Texten.

„Wenn es mir mal nicht so gut ging, dann habe ich positive Musik geschrieben, um mir

selber Mut zuzusprechen“ erklärt GReeeN seine Anfänge. „Natürlich habe ich auch

schon, wenn ich traurig war, traurige Musik geschrieben - aber danach war ich dann

noch trauriger. Lieder zu schreiben, die mir selber Mut machen, wenn es mal nicht so

läuft - das hat für mich so krass gewirkt! Und es ist wunderschön, wenn mir Fans

schreiben, dass sich diese positiven Energien auch auf sie ausgewirkt haben. Ich

schreibe im Grunde für mich, und ich veröffentliche diese Musik, weil ich gemerkt habe,

dass sie auch anderen Menschen helfen kann. Die meisten Nachrichten, die ich

bekomme, drehen sich genau da drum: Leute bedanken sich dafür, dass ich ihnen eine

andere, eine neue Perspektive auf ihr Leben ermöglicht, und ihnen mit meiner Musik

quasi die Augen geöffnet habe.“

GReeeN hat begriffen, dass man nicht unbedingt Geldbergen nachjagen muss, um

glücklich und zufrieden zu sein. Er hat begriffen, dass die schönsten Dinge nichts

kosten und, dass Leben und Liebe größere Güter sind, deren Wert wir nur hin und

wieder zu gerne vergessen (darauf fußt auch der Titel des im August 2015

erscheinenden Debütalbums „Vergessenes Königreich“). Er hat begriffen, dass man

sich vom Alltagsstress nicht auffressen lassen darf und, dass es viel mehr bringt, wenn

man sich in regelmäßigen Abständen auf eine Wiese legt und einfach mal ein bisschen

ernsthaft über die Existenz von Flora und Fauna staunt. Er hat begriffen, dass man

erwachsen werden darf, so lange man dabei nicht das Kind in sich vergisst. Und wenn

er das nicht gerade vorlebt, dann verpackt er all diese Weisheiten in seiner Musik,

allerdings völlig ohne erhobenen Zeigefinger, Besserwisserein oder Gemäkel.

Das kommt an, seine Hörerschaft dankt es ihm schon seit seinen ersten

Veröffentlichungen, der „Alles Grün EP“ (Aug. 2013) und „Hippie 2.0“ (Aug. 2014). Die

gab es nicht nur über die einschlägigen digitalen Portale käuflich zu erwerben, sondern

jeweils auch als Gratisdownload; gekauft wurden sie trotzdem - und das nicht zu knapp.

Immerhin erlauben sie es ihm bis heute, in Ruhe seiner Arbeit als Musiker

nachzugehen - was die Theorie unterstützt, dass einem, wenn man nur positiv genug

an die Dinge heran geht, auch fast nur positive Dinge zuteil werden.

In diesem Sinne: Keep it Hippie. Es macht das Leben viel einfacher.

Homepage
Konzertdetails

Einlass: 18:00 Uhr

Beginn: 19:00 Uhr

Vorverkauf: 15,00 € (zzgl. Geb.)

Abendkasse: lt. Aushang

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