Fayzen - Dschungel Tour 2019 (Support: Thimo Sander)
16.11.2019

Informationen

FAYZEN ist zurück! Die letzten Monate hat er sich ins Studio zurückgezogen und an seiner neuen Platte geschraubt - nebenbei sich von seinem Majorlabel getrennt und über eine erfolgreiche Crowdfunding Kampagne sich sein neues Album und alles, was dazugehört, finanziert. Jetzt will er mit seiner neuen Band im Herbst auf Tour gehen, um seinen Fans die neuen Lieder zu zeigen. Er hat mit Clueso einen Song aufgenommen, mit Gisbert zu Knyphausen neue Melodien kreiert und direkt eingesungen und alles in Eigenregie mit 100% FAYZEN Garantie recorded. Eine EP soll nun im Herbst erscheinen. Back to the roots - als FAYZEN auf Hamburgs Straßen seine CDs an Mann brachte. Die neue Band besteht aus Musikern, die ihre jahrelange Bühnenerfahrung, mit FAYZEN teilen werden - es werden definitiv die besten, perfekt arrangierten Shows, die FAYZEN jemals gespielt hat. 
Support: Thimo Sander

„Es gibt kein Zurück“

In Thimo Sanders Liedern spukt’s. Geister gehen hier ein und aus. Schweben durch die Akkorde und Geschichten. Und bei jedem Song fühlt man sich, als würde man auch selber einen Zentimeter über dem Boden zuhören.
Das beginnt bei dem ätherischen „Zurück“, das eine Weile ohne Pilot abzuheben scheint, bevor Sanders Stimme den Kurs bestimmt: „Es gibt kein Zurück / Keine Rückrufaktion von Glück / Kein So-jetzt-aber-doch-nicht und So-wollt-ich’s-nicht-ehrlich“. Ein bisschen Mercury Rev mit knarzenden Dielen.

In „Pommerby“ tragen einen warme Blasinstrumente durch das melancholische Warten eines erwachsenen Mannes vom Landstrich an der Küste, der seine heimliche Liebe an die Großstadt und das Showbiz verloren hat. Ein bisschen Fountains of Wayne. Bei „Geisterbahn“ folgen wir einem Busfahrer, der doch eigentlich ganz woanders sein sollte und etwas anderes tun wollte als nachts in einem Kasten Metall Anonyme zu kutschieren. Ein bisschen Ryan Adams in besseren Tagen. Und man muss unweigerlich über den Teenager grinsen, der innerlich darum bettelt, dass „Luna“ beim Abschied das Kommando übernimmt, etwas sagt, irgendwas, das die Zeit vor dem Gehen verlängert. Ein bisschen Teenage wohl, Teenage Fanclub.
Doch auch wenn in Liedern wie „Der Weg versperrt“ eine Erinnerung an Jeff Tweedy, im Power- Pop von „Wünschelrutenherz“ die Sehnsucht von Evan Dando und bei „Nachts“ die krumme Traurigkeit von Connor Oberst auftauchen, leimt Thimo Sander am Ende doch alles mit seinem eigenen Charme zusammen. Und mit einem Haufen Geräusche, die sich schwer zuordnen lassen, die aber das Gesamtbild der Platte prägen. Ein bisschen geisterhaft eben.
Thimo Sander ist längst kein Unbekannter, spielte schon in Bands, als die Kids noch wussten wer Kurt Cobain ist, veröffentlichte eine Solo-Platte bei Tapete, komponierte Filmmusik für Fatih Akin und fungiert seit Jahren als musikalischer Leiter der Band von Adel Tawil, der hier auf „Nachts“ mitsingt. Und wenn das alles wie eine sehr bunte Mischung klingt, dann deshalb, weil es genau das ist. Diese Lieder sind wie Kurzfilme, Erzählungen, in schummrigen Galerien hängende Bilder. Und ein bisschen wie Geister. Bunte Geister.

„Es gibt kein Zurück“ erscheint im Herbst 2019 

Konzertdetails

Einlass: 19:00 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr

Vorverkauf: 16,00 € (zzgl. Geb.)
Abendkasse: lt. Aushang

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